Einheit 4: Risiko-Reduktion
Ziele dieser Einheit
- Sie kennen Strategien zur Verringerung sexueller Belästigung am Arbeitsplatz
- Sie können beurteilen, ob Ihr Arbeitsplatz eine Kultur frei von sexueller Belästigung hat
- Sie vertiefen Ihr Wissen über Vorkommen und Formen von Belästigung
Risiko-Reduktion in der Praxis
Ziel des be!aware-Trainings ist es, ein System zu entwickeln, das sicherstellt, dass der Arbeitsplatz frei von sexueller Belästigung ist. Dazu werden Rahmenbedingungen geschaffen, die Belästigung unterbinden.
Jedes Unternehmen sollte seine Position der Nulltoleranz gegenüber allen Formen von Belästigung, Diskriminierung, Mobbing oder Gewalt aktiv kommunizieren.
Maßnahmen zur Risiko-Reduktion
- Grundsatzerklärung: Engagement für die Beseitigung von Belästigung und Verteidigung des Rechts auf Würde
- Verbreitung der Ablehnung jeder Form von Diskriminierung über interne Kommunikationskanäle
- Entwicklung von Verhaltenskodizes und guten Praktiken
- Leichter Zugang zu Informationen über Verhaltensweisen, die als sexuelle Belästigung gelten, und ihre Konsequenzen
- Information über Kanäle und Verfahren, die für die Meldung vorgesehen sind
- Ausbildungsmaßnahmen, die Haltungen zur Gleichstellung von Frauen und Männern fördern — insbesondere für oberes und mittleres Management
- Aktivitäten wie Konferenzen oder Werbekampagnen zur Bildung dieser Haltungen
- Aufnahme des Mechanismus für den Umgang mit Belästigungsfällen in den Arbeitsvertrag
Selbstcheck: Wie steht es um Ihren Arbeitsplatz?
24 Aussagen zu Gleichstellung, Vielfalt und Kultur. Beurteilen Sie auf einer Skala von 1 bis 6, wobei 6 die beste Situation ist.Frage 1: An meinem Arbeitsplatz sind Respekt und Toleranz wichtige Werte.
Frage 2: An meinem Arbeitsplatz macht die Herkunft der Mitarbeiter:innen keinen Unterschied.
Frage 3: An meinem Arbeitsplatz funktioniert die Zusammenarbeit zwischen jüngeren und älteren Kolleg:innen gut.
Frage 4: In meinem Unternehmen kümmern sich die Arbeitnehmervertreter:innen um Fragen der Gleichberechtigung und Vielfalt.
Frage 5: An meinem Arbeitsplatz achten Vorgesetzte auf die faire Behandlung aller Mitarbeiter:innen.
Frage 6: In meinem Unternehmen erhalten Mitarbeiter:innen mit kleinen Kindern Hilfe und Unterstützung, um berufliche und private Verpflichtungen zu vereinbaren.
Frage 7: An meinem Arbeitsplatz verstehen meine Kolleg:innen die Wahl einer Frau, die sich für eine Teilzeitbeschäftigung entscheidet.
Frage 8: An meinem Arbeitsplatz verstehen meine Kolleg:innen die Wahl eines Mannes, der sich für eine Teilzeitbeschäftigung entscheidet.
Frage 9: Wenn ich Teilzeit arbeite, schränkt dies meine Karrierechancen nicht ein.
Frage 10: Um in meiner Abteilung akzeptiert zu werden, ist es NICHT notwendig, deutlich mehr als die vertraglich vereinbarten Arbeitsstunden zu arbeiten.
Frage 11: Um Anerkennung in einer Management-Position zu erhalten, ist es NICHT notwendig, deutlich mehr als die regulären Stunden zu arbeiten.
Frage 12: Manager:innen oder Vorgesetzte, die in Teilzeit arbeiten, sind gut angesehen.
Frage 13: Meine Kolleg:innen verstehen die Wahl einer Frau, die sich für eine Teilzeitbeschäftigung im Unternehmen entscheidet.
Frage 14: Meine Kolleg:innen verstehen die Wahl eines Mannes, der sich für eine Teilzeitbeschäftigung im Unternehmen entscheidet.
Frage 15: Wenn jemand in unserem Unternehmen in Elternkarenz geht, wird ein Ersatz eingestellt.
Frage 16: Mein:e Vorgesetzte:r akzeptiert, dass Frauen in Elternkarenz gehen.
Frage 17: Mein:e Vorgesetzte:r akzeptiert, dass Männer in Elternkarenz gehen.
Frage 18: Generell unterstützt unser Unternehmen das Familienleben und akzeptiert, dass Mitarbeiter:innen ihre Zeit zwischen familiären und beruflichen Verpflichtungen aufteilen müssen.
Frage 19: In meinem Unternehmen erhalten Frauen und Männer gleichen Lohn für gleiche Arbeit.
Frage 20: Entscheidungen über den beruflichen Aufstieg werden auf faire Weise getroffen.
Frage 21: Die Gleichstellung der Geschlechter ist ein wichtiges Ziel in unserem Unternehmen.
Frage 22: An meinem Arbeitsplatz haben Frauen die gleichen Karrierechancen wie Männer.
Frage 23: An meinem Arbeitsplatz werden Beschwerden über Fehlverhalten und Diskriminierung in angemessener Weise behandelt.
Frage 24: Es gibt in meinem Unternehmen klare Ansprechpersonen für Themen wie Belästigung oder Diskriminierung.
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